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Saison 2001/2002

Nach dem sensationellen Titelgewinn in der Verbandsliga und dem damit verbundenen Oberligaaufstieg ging unsere 1. Damenmannschaft mit durchaus gemischten Gefühlen in die neue Saison. Saisonziel war einzig und allein der Klassenerhalt, und die ersten 6 Spiele zeigten mit lediglich 2 Unentschieden bei 4 Niederlagen auch, dass der Respekt vor der neuen Klasse durchaus berechtigt war. Nach dem ersten Saisonsieg, der mit 8:2 gegen Bottrop-Kirchhellen auch noch recht deutlich ausfiel, war der Knoten aber geplatzt. Olga Pahl, Alena Husemann, Daniela Dieckmann und Annette Middendorf legten danach eine Serie mit 7 Spielen ohne Niederlage hin und sicherten sich bereits frühzeitig den angestrebten Klassenerhalt. Am Ende sprang der 6. Tabellenplatz mit einem nie für möglich gehaltenen fast ausgeglichenen Punktekonto von 17:19 heraus. Der tolle Saisonverlauf war zum einen das Resultat einer sehr ausgeglichenen Mannschaft, die vor allem vom Kampfgeist und der guten Stimmung untereinander profitierte. Jeder „Durchhänger“ einer einzelnen Spielerin wurde von den anderen kompensiert, und auch die Ersatzspielerinnen punkteten regelmäßig. Zum anderen sorgten aber auch die Zuschauer bei jedem Heimspiel für eine tolle Stimmung und einen echten Heimvorteil und begleiteten die Mannschaft teilweise auch zu Auswärtsspielen, die ja nicht gerade vor der Haustür stattfanden.
Die 2. Damenmannschaft wollte im vorderen Tabellendrittel der Bezirksliga mitspielen, legte aber einen Saisonstart mit 1:7 Punkten hin und belegte vorrübergehend einen Abstiegsplatz. Danach ging dann aber ein Ruck durch die Mannschaft um Petra Gärtner. In den folgenden Spielen bis zum Saisonende gab es lediglich einen weiteren Punktverlust beim Unentschieden gegen den Tabellenzweiten aus Enger und Siege auch gegen alle anderen Spitzenmannschaften. Da sich aber auch die Konkurrenten keine weiteren Blößen gaben, reichte es am Ende dennoch „nur“ zum 3. Platz mit 2 Punkten Rückstand auf Meister Hagen-Hardissen und einen einzigen Punkt hinter Vizemeister Enger. Auch im Bezirkspokal spielte die Mannschaft sehr erfolgreich, ohne am Ende aber wirklich belohnt zu werden. Nachdem alle anderen Mannschaften ausgeschaltet waren, gab es im Endspiel eine etwas unglückliche Niederlage gegen die Damen vom ESV Menne.
Letztendlich chancenlos war die 3. Mannschaft, die als Neuling in der Bezirksliga nur den letzten Platz belegte. Ausschlaggebend für die Erfolglosigkeit war aber nicht die fehlende Leistungsstärke der einzelnen Spielerinnen, die durchaus in dieser Klasse mithalten konnten, sondern vor allem ständige verletzungs- und krankheitsbedingte Aufstellungsprobleme, die dazu führten, dass man fast regelmäßig unvollständig antreten musste.

Unsere 1. Herrenmannschaft – verstärkt mit dem neuen Spitzenspieler Uli Schäfer, der in der letzten Saison noch in der Landesliga aktiv war, spielte nach jahrelangem Abstiegskampf endlich wieder einmal ganz vorne in der Bezirksklasse mit und belegt in der Abschlusstabelle einen sehr guten 3. Platz. Dass es nicht ganz zu einem Aufstiegsplatz reichte, lag vor allem an den knappen und teilweise recht unglücklichen Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten SV Gadderbaum und ESV Bielefeld. Noch erfolgreicher als in der Meisterschaft spielte das Team um Uli Schäfer im Bezirkspokal und gewann nicht nur die Konkurrenz der Bezirksklasse, sondern ganz souverän auch die der klassenhöheren Bezirksliga, was außer dem Titel „Bezirkspokalsieger“ auch die Teilnahme am Pokalwettbewerb auf Verbandsebene einbrachte. Auch hier erreichte man die Endrunde, wo es dann aber im Halbfinale eine sehr unglückliche 3:4-Niederlage gab.
Schon seit Jahren gehörte unsere 2. Herrenmannschaft zur Spitzengruppe in der 1. Kreisklasse und belegte zuletzt in dieser Reihenfolge die Plätze 4, 3 und 2, so dass diesmal der Titel an der Reihe war. Die Truppe um Mannschaftsführer Andreas Ilemann hielt sich an diese Vorgabe und sicherte sich bereits am vorletzten Spieltag nach überzeugenden Siegen gegen die Hauptkonkurrenten die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga.
Die 3. Mannschaft konnte in der 2. Kreisklasse den 2. Platz des Vorjahres zwar nicht ganz verteidigen, bewegte sich aber während der gesamten Saison in der erweiterten Spitzengruppe und blieb mit dem 4 Platz in der Abschlusstabelle durchaus im Rahmen der Erwartungen.
Abstiegskampf war wieder einmal bei der 4. und 5. Herrenmannschaft angesagt, zumal eine Reduzierung der 2. Kreisklasse zu einem erhöhtem Abstieg führte. Beide Mannschaften konnten aber jeweils 2 Teams hinter sich lassen und dadurch die Klasse erneut erhalten.

Die 1. Jugend startete zwar mit einer 0:8-Nierderlage in Harsewinkel in die Saison. Danach gaben Simon Dreier, Alexander Schellenberg, Sergej Rigehr und Marcus Biermann aber keinen einzigen Punkt mehr ab und wurden souverän Meister der Bezirksklasse. Auf Kreisebene konnte die 2. Jugend ihre Vorjahresplatzierung exakt verteidigen und belegte erneut den guten 4. Platz in der Kreisliga.
Erfreulicherweise erreichten auch unsere Schüler die Kreisliga der 6 besten Mannschaften, die in der Rückrunde den Kreismeistertitel ausspielte. Hier gab es zwar lediglich 2 Unentschieden bei ansonsten teilweise recht deftigen Niederlagen, aber schon die Qualifikation für die Kreisliga ist als großer Erfolg zu werten, zumal mit Marcus Biermann unser bester Schüler bereits in der 1. Jugend spielte. Im Kreispokalwettbewerb durfte Marcus bei den Schülern eingesetzt werden und sicherte sich gemeinsam mit Julian Witte und Philipp Siekmann den Titel.
Nach einer Saison ohne Mädchenmannschaft ging es auch hier wieder aufwärts. Es nahmen 2 Mannschaften am Spielbetrieb teil, von denen die erste den 3. Platz in der Kreisliga erreichte, während die zweite zunächst einmal Spielpraxis sammeln musste. Die Spitzenspielerin der 1. Mannschaft, Jannany Kunaratnasamy, war übrigens in der Rückrunde mit nur einer einzigen Niederlage die erfolgreichste Spielerin der Kreisliga.
Einen ersten Mannschaftserfolg gab es beim weiblichen Nachwuchs im Pokalwettbewerb. Hier gewannen Julia Gerstmayr, Dorothea Zaczynski und Anna Kickert bei den B-Schülerinnen das Endspiel gegen die BTG.

Mit 8 Titeln und insgesamt 31 Medaillen können auch die diesjährigen Kreismeiserschaften durchaus als erfolgreich bezeichnet werden. Der fast schon obligatorische Sieg in der Vereinswertung gelang diesmal aber nicht. Nach 5 aufeinanderfolgenden Siegen reichte es nur zum 2. Platz hinter dem ESV Bielefeld, wobei der Rücktand allerdings nur denkbar knapp war. Bei insgesamt 1240 Punkten (gegenüber 1250 für ESV Bielefeld) fehlten ganze 10 Punkte, die es schon für eine einzige weitere Meldung gegeben hätte! Erfolgreichste Oldentruper Teilnehmerin war Simone Lödige, die bei den Mädchen sowohl im Einzel, als auch mit Simon Dreier im Mixed und mit Yvonne Cordes (TSVE Bielefeld) im Doppel nicht zu schlagen war. Einen 4. Titel gewann sie gemeinsam mit Alena Husemann im Juniorinnen-Doppel und fügte der Medaillensammlung noch Bronze im Juniorinnen-Einzel und gemeinsam mit Frank Modrow Silber im Junioren-Mixed hinzu. Überragende Spielerin bei den Juniorinnen war Alena Husemann, die alle 3 möglichen Titel gewann. Einen starken Auftritt hatte Daniela Dieckmann in der Damen-A-Klasse. Sie gab im ganzen Wettbewerb nur 2 Sätze ab und krönte ihre souveräne Vorstellung durch einen nie gefährdeten 4:0-Endspielsieg. Außerdem gewann sie gemeinsam mit Alena Husemann Silber im Doppel und mit Olaf Ahlers (ESV Bielefeld) Bronze im Mixed. Den wohl überraschendsten Oldentruper Sieg gab es wie im Vorjahr im Jungen-Doppel, wo Alexander Schellenberg und Sergej Rigehr durch taktisch sehr disziplinierte Auftritte nicht zu schlagen waren.

Von den Bezirksmeisterschaften kehrten diesmal Simone Lödige und Alena Husemann mit Medaillen zurück. Simone unterlag im Mädchen-Einzel der späteren Siegerin im Halbfinale nur hauchdünn im Entscheidungssatz. Im Doppel erreichte sie gemeinsam mit ihr das Endspiel, musste aber auch hier in eine knappe Niederlage einwilligen. Alena ging bei den Damen als Titelverteidigerin, nicht aber als Favoritin an den Start. Wenn es auch diesmal nicht zum Titel reichte, so konnte sie doch überzeugen und gewann Bronze. Im Halbfinale unterlag sie der späteren Siegerin, die in der Bundesligareserve des TuS Bad Driburg spielt, knapp mit 2:3 Sätzen.